Fluglärm und Gemeinderat – quo vadis?

Der Gemeinderat hat sich mit viel Engagement für die Petition gegen den Fluglärm eingesetzt. Mehrmals erschien die Petition zum Unterschreiben auf einer Doppelseite im AWB, sogar persönlich begab sich der Gemeinderat auf Unterschriftenjagd. Zuletzt wurde die Petitionsfrist verlängert, so dass auch diejenigen, die in den Sommerferien waren, noch unterschreiben konnten. Dafür gebührt dem Gemeinderat ein Dankeschön. Er anerkennt endlich, dass wir in Allschwil sehr stark vom Fluglärm betroffen sind und dass es so nicht weiter gehen kann. Die Sirene- und Sapaldiastudien belegen wissenschaftlich, dass der Fluglärm krank macht, nachzulesen auf www.medicalforum.ch.

Nun erstaunt es mich umso mehr, dass der Gemeinderat im Einwohnerrat vom 11. September mein Postulat für Lärmschutzmassnahmen-Beiträge nicht entgegennehmen will. Im Umweltbericht 2017 des EuroAirport ist auf Seite 18 zu lesen, dass die Gemeinde Blotzheim, Hegenheim, Hésingue und Saint-Louis für rund 4 Mio. Euro Beiträge für Lärmschutzmassnahmen erhielten. Ich lade in meinem Postulat den Gemeinderat ein, mit den für den Flugverkehr vom EAP verantwortlichen Stellen ein direktes persönliches Gespräch zu führen und eine Vereinbarung zu treffen, inwiefern die Allschwiler Bevölkerung, die sich vom krankmachenden Fluglärm schützen will, entsprechende persönliche Schallschutzmassnahmen vom EAP finanziert erhält. Was spricht denn dagegen? Immer wenn es konkret um die Sache geht und für den EAP in der Tat wirksame Konsequenzen im Raum stehen, will der Gemeinderat einen Rückzieher machen. Will er nicht verstehen, dass beides wichtig ist: Sowohl grundsätzlich weniger Fluglärm als auch ein bestmöglicher Schutz vor dem Lärm, der bleibt, weil der EAP unsinnig und unverantwortlich nahe an bewohntem Gebiet gebaut ist. Jetzt müssen wir alle dran bleiben. Hartnäckigkeit ist gefragt.

AWB vom 13.09.2019

Julia Gosteli

Präsidentin Grüne Allschwil-Schönenbuch
Aufgewachsen in Basel, seit 1995 in Allschwil lebend, zwei erwachsene Kinder
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