Der Einwohnerrat hat am 4. November 2020 dem Quartierplan ALBA zugestimmt. Unter anderem sollen auf der betroffenen Parzelle im Bachgrabengebiet ein Turm mit der doppelten Höhe von 40m statt 20m gebaut werden. Die Anträge der EVP/GLP/Grüne Fraktion zur Rückweisung, bzw. zum Behördenreferendum wurden von einer Mehrheit abgelehnt. Wir wollten erreichen, dass Allschwil mit dem sogenannten ‚Bachgrabenboom‘ nicht massiv aus seinem Gleichgewicht gerät.

Um auch der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich zu weiteren Entwicklung im Bachgraben-Gebiet zu äussern, haben wir das Referendum ergriffen. Wir wollen damit eine Weiterentwicklung erreichen, mit der im Bachgrabengebiet alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Chancen bestmöglich genutzt und Schaden begrenzt werden kann.

Am 13. Juni 2021 wird darüber abgestimmt.

Wir empfehlen die NEIN Parole

Das sind unsere Argumente:

Verdichtung JA – Erweiterung NEIN
Das Bauen in die Höhe ist zu begrüssen, wenn es dazu führt, dass damit zusätzliche unüberbaute Flächen für Natur oder zur Erholung geschaffen werden können. Im vorliegenden Quartierplan wird aber sowohl in die Breite als auch in die Höhe gebaut.

1. Verkehrsprobleme lösen – 2. Weiterbauen
Bevor die Verkehrsprobleme im Bachgrabengebiet nicht nachhaltig gelöst worden sind, darf die Zonennutzung in diesem Gebiet nicht weiter erhöht werden. Der Kanton plant die Inbetriebnahme des ZUBA (Auto Zubringer Bachgraben) auf die bereits jetzt überlastete Nordtangente frühestens per 2030. Mit der möglichen Tramlinie ist nicht vor 2040 zu rechnen. Die Kredite dazu sind noch nicht genehmigt.

KMU-Förderung – aber richtig
Lediglich 500 m2 der über 30‘000 m2 Nutzfläche auf dem ALBA-Areal sollen für KMU vergünstigt vermietet werden. Firmen, die keine oder andere Flächen benötigen, können nicht von der Förderung profitieren. Es ist nicht festgelegt, welches Gremium über die Förderung entscheidet und nach welchen Kriterien die Flähchen vergeben werden. KMU-Förderung mit Gemeindegeld muss gerecht, transparent und unabhängig erfolgen.

Mobilitätskonzept zulasten der Arbeitnehmenden
Dem Areal stehen nur 200 Parkplätze zur Verfügung. Der Gemeinderat hat aber ein Autoanteil von maximal 39% als Ziel festgelegt. Bei etwas über 1’000 Arbeitsplätzen entspricht dies rund 400 Autos. Ist das Ziel erreicht, müssen die Arbeitgeber*innen keine Massnahmen mehr zur Unterstützung der Mobilität (z.B. Sammeltaxi oder Car Sharing) treffen. Die Arbeitnehmenden sind die Leidtragenden und machen sich auf die Suche nach Parkplätzen in den Gemeindestrassen.

Brauchen wir noch mehr Gewerbeflächen?
Mit der baldigen Eröffnung des 2. Roche-Turms (der 3. Turm ist bereits in Planung) werden in Basel bald viele Büro- und Gewerbeflächen frei, weil Roche die in der Stadt verteilten Arbeitsplätze in den Turm verlagert. In Basel werden bereits Büroflächen in Wohnungen umgewandelt und das vermehrte Home-Office führt zu weiteren Leerständen. Ist es wirklich der richtige Zeitpunkt, um noch mehr Flächen zu bauen? Können wir in 10 Jahren schauen, ob noch weitere Flächen nötig und möglich sind?

Decken die Steuergelder die Kosten?
3 Mio. CHF für den Kreisel am Grabenring,
12 Mio. CHF für den Umbau des Hegenheimermattwegs,
395 Mio. CHF für den ZUBA (Zubringer Bachgraben),
xxx? Mio. CHF für den Tramausbau
Gibt es eine Berechnung, ob die zusätzlichen Steuereinnahmen diese und andere Kosten decken? Viele Firmen  machen keine Gewinne oder sind steuerbefreit. Ein Grossteil der Arbeitnehmenden sind nicht in Allschwil/dem Kanton BL steuerpflichtig. Womit sollen diese hohen Kosten gedeckt werden?

Referendums-Komitee: Grüne Allschwil-Schönenbuch, EVP Leimental-Allschwil, VCS beider Basel

Möchtest du auch das Komitee unterstützen, oder sonst das Referendum unterstützen? Dann melde dich – vielen Dank: