Allschwil wächst und entwickelt sich. Neue Quartiere entstehen, bestehende Gebiete werden verdichtet und Grundstücke erhalten durch Auf- oder Umzonungen teilweise erheblich bessere Nutzungsmöglichkeiten. Das ist notwendig, wenn wir mit unserem knappen Boden haushälterisch umgehen wollen. Gleichzeitig stellt dieses Wachstum unsere Gemeinde vor grosse Aufgaben.

Wenn ein Grundstück allein aufgrund eines Planungsentscheids deutlich an Wert gewinnt, ist es deshalb fair, wenn ein Teil dieses Mehrwerts an die Allgemeinheit zurückfliesst. Denn mit der Verdichtung steigen auch die Anforderungen an Schulen, Grün- und Freiräume, Verkehr und andere öffentliche Infrastrukturen.

Gerade in Allschwil ist die Abstimmung vom 27. September deshalb von besonderer Bedeutung. Unsere Gemeinde hat sich intensiv mit der Mehrwertabgabe auseinandergesetzt und eine eigene, auf die örtlichen Verhältnisse zugeschnittene Lösung geschaffen. Nun sollen sowohl die Initiative als auch der Gegenvorschlag diesen kommunalen Handlungsspielraum wieder einschränken.

Das überzeugt uns nicht. Gemeinden wie Allschwil wissen selbst am besten, welche Herausforderungen ihre Entwicklung mit sich bringt und welcher Ausgleich angemessen ist. Wer Gemeindeautonomie ernst nimmt, sollte den Gemeinden diese Entscheidung nicht aus der Hand nehmen.

Planungsgewinne dürfen privat bleiben – aber nicht ausschliesslich. Ein fairer Anteil gehört der Allgemeinheit.

Deshalb empfehlen die GRÜNEN Allschwil/Schönenbuch am 27. September: 2× Nein.